„Du hast immer Stil, du hast immer Haltung und du hast immer deine Prinzipien.“ – Ihren Leiter Klaus Drotziger haben die Schulfamilie der FOS/BOS Weißenburg und viele Ehrengäste am Donnerstagnachmittag im Wildbadsaal in den Ruhestand verabschiedet.
Humorvolle Einblicke in Drotzigers Werdegang bekamen die Gäste dank der Rede des stellvertretenden Schulleiters Carsten Brandl. Schnell habe dieser nach dem ersten Kennenlernen gemerkt: Seinen neuen Chef wird er nie in Turnschuhen sehen – der Anzug sitzt immer perfekt und die passenden Schuhe sind stets auf Hochglanz poliert. Was viele vielleicht nicht ahnen: Klaus Drotziger ist gleichzeitig ein „absoluter DIY-Profi“ – es gebe nichts, was er nicht wieder reparieren kann. Einen großen Dank gab Brandl Drotziger mit auf den Weg: „Du warst immer ein Mensch, mit dem man hervorragend zusammenarbeiten konnte.“ Dem Dank schlossen sich der Vorsitzende des Freundeskreises und die Vertreterinnen des Elternbeirats in ihren jeweils sehr persönlichen Reden an.
„Du hast viel aufgebaut und viel bewegt“, begann die stellvertretende Landrätin Ingrid Pappler (CSU) ihr Grußwort. Drotziger habe sich sehr für den Schulstandort Weißenburg starkgemacht und die Schule durch jede Herausforderung navigiert. In Sachen Digitalisierung sei Drotziger ein „absoluter Vorreiter gewesen“. Neben vielen Fortschritten in der Schule sei Drotziger dennoch der Versuchung „der Modernisierung um ihrer selbst willen“ nie erlegen, fügte der Personalrat in seiner Rede hinzu.
Die Ministerialbeauftragte für Nordbayern, Heidi Hübner, blickte auf Drotzigers 38 Jahre im Schuldienst zurück. Nach dem Studium in München hatte Drotziger zunächst in Bad Tölz unterrichtet, konnte 1992 jedoch nach Franken zurückkehren. Wegen seiner „hohen Innovationsbereitschaft“ habe er als Lehrer Aufmerksamkeit erregt und konnte so seine Karriere bei der Schulaufsicht beginnen. Ab 2004 leitete Drotziger dann das Berufliche Schulzentrum in Gunzenhausen. 2015 wechselte er an die Weißenburger FOS/BOS und habe diese über die Jahre zu einer der am besten ausgestatteten Schulen in Hübners Verbreitungsgebiet weiterentwickelt.
Zur Verabschiedung waren neben vielen Wegbegleitern Drotzigers auch Leiter benachbarter Schulen und Lehrkräfte der FOS/BOS gekommen. Anwesend waren zudem der Landtagsabgeordnete Helmut Schnotz (CSU), Dekan Konrad Bayerle und Dekanin Ingrid Gottwald-Weber. Auch Drotzigers Nachfolger Johann Bux, bislang Schulleiter in Nürnberg, war unter den Gästen.
In seiner Rede gab Klaus Drotziger einen Großteil des Lobs an seine Familie und an seine Kolleginnen und Kollegen weiter, die ihn auf seinem Weg unterstützt hatten. Dank der großen Rückendeckung habe er zu vielen Chancen „Ja“ sagen können: Unter anderem konnte er Fachbücher für angehende Mechaniker schreiben. Ihm habe sein Beruf so viel Spaß gemacht, dass er nie über Work-Life-Balance nachdenken musste, berichtete Drotziger. Am Ende seiner Rede teilte er eins seiner Mottos: Trauen Sie sich einfach was!“
Text und Fotos: Ina Brechenmacher
Auch Schulleiter waren mal klein: Drotzigers Stellvertreter, Carsten Brandl, hielt eine sehr humorvolle Abschiedsrede.
Loyal und immer ein offenes Ohr: In den Reden erntete Drotziger viel Lob. Von der Ministerialbeauftragten Heidi Hübner bekam er zudem die offizielle Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand.
Die „Erweiterte Lehrerband“ umrahmte die Verabschiedung musikalisch. Eins von Drotzigers Liedwünschen [mit Augenzwinkern): „Nie mehr Schule“ von Falco.
OB Reichstadt würdigte Drotzigers Einsatz für die Demokratie.
Für seine Frau zauberte Drotziger einen großen Blumenstrauß hervor. Blumen mit guten Wünschen bekam Drotziger von der Schülervertretung. Foto: Andreas Stiepak




