Studienberatung mal anders: FOS-Schüler erarbeiten Theaterstück
Mit dem Abitur in der Tasche in einen Pflegeberuf einzusteigen ist für viele noch ungewohnt. Doch längst bieten sich für junge Menschen auch hier interessante Karrieremöglichkeiten, wie Schüler der FOSBOS Weißenburg herausgearbeitet haben.
Unterstützt wurden die Schüler dabei durch Jean-Francois Drozak und seinem Team. Der Theaterpädagoge tourt im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention seit 2020 durch Bayern und vermittelt mit einer „szenischen Talkshow“, was die neue generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft und das Studium der Pflege ausmacht.
Eine ganze Woche lang saßen die Schüler zusammen und entwickelten zusammen mit der erfahrenen Theaterpädagogin Isabel Lindner ein Theaterstück mit einer solchen szenischen Berufsberatung.
Für die Theaterproduktion interviewten die Jugendlichen Experten aus ganz Mittelfranken, die in pflegerischen Gesundheitsberufen arbeiten bzw. an einer Hochschule lehren (Stefanie Lindemeier vom Eltern-Kind-Zentrum des Klinikums Nürnberg, Günther Heil von der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste, Tabitha Andruszko und Steffi Kurtz vom Klinikum Altmühlfranken und Prof. Dr. Christina Brendebach von der evangelischen Hochschule Nürnberg) und erhielten so einen Einblick in deren Berufsalltag. Diese Experten wirkten im Anschluss auch im Rahmen der Theateraufführung mit.
Herausgekommen sind dabei Alltagsgeschichten und berührende Momente, die verdeutlichen, wie wichtig dieser Beruf ist – aber auch, dass Pflege für Absolventen mit höherem Schulabschluss eine spannende Option ist. So können sich Schüler u. a. nach Ihrem Abitur auch für ein Duales Studium entscheiden, um z. B. das Studium der Pflegewissenschaften mit einer Ausbildung im Pflegebereich zu verbinden. Inzwischen ist jedoch an deutschen Hochschulen auch ein reines Pflegestudium möglich.
Die von den Schülern erarbeitete szenische Berufsberatung hatte genau solche Perspektiven im Blick, denn junge Menschen, die Führungsaufgaben in Krankenhäusern und Altenheimen übernehmen, in Beratungsstellen tätig werden oder sich als Spezialisten selbständig machen sind dringend gesucht.
Am Freitag, 23. Februar 2026 war es dann soweit: Im prall gefüllten Wildbadsaal in Weißenburg gab es zwei Vorstellungen des Theaterstücks. Neben den Schülern und Lehrkräften der FOSBOS Weißenburg waren auch Landrat Manuel Westphal und der Vorstand des Klinikums Altmühlfranken, Christoph Schneidewin anwesend.
Nach Auffassung von Landrat Manuel Westphal ist es gerade im Rahmen der Berufsorientierung wichtig, neue Wege aufzuzeigen. Mit diesem Theaterprojekt können die jungen Menschen seiner Einschätzung nach erleben, dass Pflege ein Beruf mit Sinn, Entwicklungsmöglichkeiten und akademischer Perspektive ist – für alle, die Verantwortung übernehmen und Menschen begleiten möchten.
Klinik-Vorstand Christoph Schneidewin war ebenfalls sehr angetan: „Den Schülern ist es gelungen, die hervorragenden Perspektiven, die der Pflegeberuf mit sich bringt, auf lebendige und anschauliche Weise darzustellen. Pflege braucht Spezialisten – es ist wichtig, dass viele Absolventen den Pflegeberuf wählen, sei es über die herkömmliche Ausbildung oder ein Studium der Pflege. Im Klinikum Altmühlfranken freuen wir uns , wenn wir über diesen Weg möglichst viele ehemalige Schüler der FOSBOS Weißenburg zukünftig bei uns als Mitarbeiter begrüßen dürfen.“
Schulleiter Klaus Drotziger fand es toll, in wie kurzer Zeit die auf der Bühne stehenden Schüler der FOSBOS sich in die Rolle eines Schauspielers eingefunden haben und mit welchem Engagement sie auf der Bühne agierten. Sein Dank galt aber auch der Theaterpädagogin Isabel Lindner, unter deren Anleitung die Vorbereitung und Durchführung stattgefunden hat.
Im Bild: Die externen Experten mit den schauspielernden Schülerinnen und Schülern der FOSBOS Weißenburg und Theaterpädagogin Isabel Lindner (ganz Rechts) auf der Bühne
Im Bild: Vorne von Links: Schulleiter Klaus Drotziger, Landrat Manuel Westphal, Klinik-Vorstand Christoph Schneidewin und einige externe Experten im gut gefüllten Wildbadsaal.

