Vom 11. bis 17. März stand das Foyer der FOSBOS Weißenburg im Zeichen des Internationalen Frauentags. Eine von Schüler*innen und Lehrkräften gestaltete Ausstellung setzte sich mit Feminismus, Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Rollenbildern auseinander. Besucht wurde sie von allen Klassen im Rahmen des Politik- und Geschichtsunterrichts – aber auch in den Pausen und Freistunden.

Mehrere Stellwände informierten über zentrale Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, sexistische Denkmuster, Rollenbilder oder sexualisierte Gewalt. Dabei griff die Ausstellung auch verbreitete Vorurteile auf, etwa die Gleichsetzung von Feminismus mit „Männerfeindlichkeit“, und stellte diese zur Diskussion.

Interaktive Elemente prägten das Konzept: Auf Flipcharts konnten Besucher*innen eigene Gedanken notieren, bei Schätzfragen ihr Wissen zu gesellschaftlichen Themen überprüfen. Über QR-Codes gelangten Interessierte zu Instagram-Videos und feministischen Social-Media- Profilen, die von Schülerinnen ausgewählt worden waren.

Ein „feministischer Schulcheck“ lud zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Schulalltag ein. In einer Umfrage wurden zentrale Bereiche der Schule kritisch reflektiert – von Infrastruktur über Sprache bis hin zu Unterrichtsinhalten und Mitbestimmung.

Besonderes Interesse weckte ein Menstruationssimulator, der ausprobiert werden konnte, und vor allem bei männlichen Schülern für den einen oder anderen Aha-Effekt sorgte.

Die Ausstellung griff aber auch grundsätzliche Fragen zur Bedeutung von Feminismus in der Schule auf. Zur Diskussion gestellt wurde dabei auch, inwieweit sich Schule politisch neutral geben muss. Schule hat jedoch den Auftrag, Werte zu vermitteln. Feminismus wurde in diesem Zusammenhang nicht als Zusatzthema verstanden, sondern als Teil demokratischer Bildung.

Im Bild: Schüler der FOSBOS Weißenburg beim Besuch der Ausstellung im Foyer der Schule