Ein Tag fürs Fotoalbum!
Grundsätzlich sind Schulverabschiedung der Anlass für warme Worte. Bei der Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten an der FOSBOS gab es diesmal aber besonders viel Lametta. Und zwar nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Lehrer. Und diese Lobeshymnen wirkten authentisch und ernst gemeint.
„Sie sind einfach eine wunderbare Lehrerin. Danke, dass Sie sich um uns gekümmert haben“, bedankten sich etwa die Klassensprecher des Sozialzweigs. Sie lobten das Engagement, die Unterstützung und die Empathie, die die Lehrer an der FOSBOS den Abiturienten entgegengebracht hätten. Man sei ihnen auf Augenhöhe begegnet, stellten die Schülerinnen und Schüler fest.
Der Respekt beruhte offenbar auf Gegenseitigkeit. „Es war ein wunderbares Jahr. Danke, dass Ihr euch für uns entschieden habt“, kommentierte eine Lehrerin, bevor man bei den anschließenden Feierlichkeiten im Schulhof direkt zum „Du“ überging.
Die „letzte Pause“
Die Stimmung bei dieser sogenannten „Letzten Pause“ war fröhlich gelöst. Die Schulband rockte, die Absolventinnen und Absolventen machten vor dem eigens dekorierten instagram-tauglichen Fotohintergrund Bilder, die sie vielleicht noch ihren eigenen Kindern zeigen werden. Die Eltern stießen derweil mit einem Sekt darauf an, die Aufs und Abs der Schulkarriere ihrer Kinder mitüberlebt zu haben.
Natürlich wurde in den Reden, die so einer Zeugnisvergabe unvermeidlich vorhergehen, betont, dass dies ein Ende, aber auch ein Anfang ist. „Hört nie auf, an euch zu glauben“, gab die Elternbeiratsvertreterin Simone Neubauer den jungen Erwachsenen auf den Weg. Das Zeugnis, das sie nun in Händen hielten, sei der Beweis für Fleiß, Ausdauer und Beharrlichkeit. Damit lasse sich im Leben viel erreichen. „Wenn Ihr diesen Saal verlasst, dann nicht nur mit einem Zeugnis, sondern auch in der Gewissheit, dass viele Menschen an Euch glauben.“
Landrat Markus Gläser erinnerte die jungen Menschen daran, im Zweifelsfall auch den Mut zum Aufhören zu haben. „Nur für einen Titel, nur für Geld sollte man nichts machen, es muss einem Spaß machen.“ Er selbst habe nach dem vierten Semester sein Lehramtsstudium aufgegeben und Architektur studiert. „Meine Eltern haben mich für wahnsinnig gehalten, aber jetzt ist ja doch auch noch was aus mir geworden“, merkte der Landrat schmunzelnd an.
So viele Abiturienten wie nirgends
Schulleiter Klaus Drotziger, der Ende Juli selbst die Schule in Richtung Pension verlassen wird, gab den Schülern mit auf den Weg, dass sie Sinn in ihrer zukünftigen Tätigkeit finden müssten. Wenn die Arbeit zum positiven Bestandteil des Lebens werde, müsse man sich über die Balance zwischen Job und Freizeit viel weniger Gedanken machen.
„Deshalb wünsche ich Ihnen für die Zukunft heute ganz bewusst, nicht ununterbrochenen, dauerhaften Spaß. Ich wünsche Ihnen vielmehr, dass es gelingt, eine Aufgabe zu finden, zu der Sie gerne täglich gehen.“
Peter Schiebsdat, der Vorsitzende des Freundeskreises der Schule, zeigte sich rundherum stolz über die Leistungen der Schülerinnen und Schüler. „Ich bin nicht der Meinung, dass das Abitur zu leicht geworden ist und es zu viele Spitzenleistungen gibt, Ihr stellt euch den Aufgaben einfach professioneller und ruft Leistung ab, wenn die benötigt wird.“
Bemerkenswert zu sehen: wie groß die FOSBOS ist. Die Verabschiedung organisierte man in vier Zeitfenstern, weil es sonst den Rahmen sprengen würde. Mit 247 Abiturientinnen und Abiturienten hatte man den Abitur-Rekord im Landkreis. Mit weitem Abstand. An der FOSBOS erhielten am Freitag mehr Menschen eine Studienberechtigung, als an den Gymnasien in Weißenburg, Treuchtlingen und Gunzenhausen zusammen.
Das liegt daran, dass an der Schule sowohl die 12. Klasse ihr Fachabitur macht, als auch die 13. die allgemeine Hochschulreife. Es dürfte aber schon auch damit zu tun haben, dass die Schülerinnen und Schüler hier offenbar eine ganz gute Zeit haben.
JAN STEPHAN
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Weißenburger Tagblattes
Schulleiter Klaus Drotziger bei seiner Abschlussrede
Neben den Absolventinnen und Absolventen wurden auch die Klassenleiterinnen und Klassenleiter geehrt.
Stellvertretender Schulleiter Carsten Brandl überreicht einer Absolventin der Berufsoberschule das Abschlusszeugnis
Der Sparkassen-Förderpreis für besondere Leistungen ging an Julia Graf aus Pfofeld und Jannik Hahn aus Dittenheim. Überreicht wurde er von Ralf Lenik (Mitte).
Die Schulband FOStration begleitete die „letzte Pause“ musikalisch.
Absolventinnen und Absolventen vor unserer instagram-taugliche Fotowand
Die „letzte Pause“ im Schulhof






